Kfz-Versicherung Kanada/USA

Update 2018: Derzeit scheint keine nordamerikanische KFZ-Versicherung mehr Policen für Europäer auszugeben. Hintergrund soll die verfluchte DSGVO sein (besondere Bestimmungen für die Speicherung von Daten von EU-Bürgern außerhalb der EU).

 

Es gibt Versicherungsagenten, die bereits sind, weiter an Europäer Versicherungspolicen auszugeben, wenn sie eine US-Adresse beim Antrag angeben.

Die Agenten sagen, die Adresse wäre nur für den Versand der Papier-Police relevant. Nach meiner Einschätzung wird die Versicherung im Schadenfall jedoch nicht bezahlen, da man falsche Angaben im Vertrag gemacht hat.

Diese Einschätzung ist wie alles hier ohne Gewähr.

 

Ich kann ebenfalls nicht gewähren, daß ich zeitnah hier posten werde, wenn es da einen Durchbruch gibt, da ich mangels persönlicher Relevanz nicht aktiv an dem Thema dran bin.

 

Update 01-2019: Angeblich soll es bei SeguroGringo Policen geben. Auf den ersten Blick sieht das auf deren Homepage auch vielsprechend aus. 

https://www.segurogringo.com/

 

Nachfolgend der alte Text, der nun (vorübergend ?) weitgehend unzutreffend ist.

Die deutsche KFZ-Haftpflichtversicherung gilt Amerika nicht.

 

Ob man ggf. auch eine vor Ort bei der Einreise abschließen kann, weiß ich nicht. An manch anderer Grenze habe ich das so erlebt. Es liegt jedoch auf der Hand, daß man in solch einer nimm-diese-eine-oder-laß-es-Situation nicht gerade die besten Konditionen bekommt.

Daher erschien es mir sinnvoll, die Versicherung schon von Deutschland aus abzuschließen.

 

Grundsätzlich gelten die Versicherungen sowohl in den USA und Kanada.

Großer Unterschied zu Versicherungen für Deutschland: die Prämien sind VIEL höher und gleichzeitig sind die Deckungssummen ERHEBLICH niedriger – vor allem, wenn man bedenkt, daß in den USA schnell horrende Summen für Schadensersatz zustande kommen.

 

Man hat i.d.R. die Auswahl aus verschiedenen Deckungssummen.

Dabei gibt es jeweils drei Angaben:

z.B. 100.000/300.000/50.000 (alles in USD)

Diese drei Zahlen stehen für: BODILY INJURY per person / BODILY INJURY per incident / PROPERTY DAMAGE

 

Anbieter:

 

http://www.tourinsure.de/

war für uns persönlich aufgrund diverser Modalitäten uninteressant

 

Drei andere Anbieter verwiesen mich an ihren gemeinsamen deutschen Agenten: Hr. N. in Wiesbaden (aus Haftungsgründen belasse ich´s bei dieser vagen Angabe).

Ich habe zwei Anläufe unternommen, dort ein Angebot für eine Versicherung zu bekommen. Die Reaktionszeiten waren durchweg nicht in Ordung (u.a. hat es 14 Tage gedauert, bis ich ein Angebot hatte) und es wurde eine ganze Reihe von gravierende Fehler gemacht. Diese waren zum einen prämienrelevant, zum anderen so erheblich, daß ich Zweifel hatte, ob die Police damit im Schadensfall überhaupt wirksam wäre. Die Bitte um Änderung wurde, wie andere Mails auch, einfach ignoriert.

Nur ein Bsp.: für zwei Personen haben wir die gleiche Versicherungsperiode beantragt: wir bekommen zwei unterschiedliche und vom Antrag erheblich abweichende Perioden bestätigt. Reklamation wird nicht beantwortet...

Irgendwann habe ich aufgegeben. Der Mann, resp. seine Agentur ist einfach unprofessionell.

 

Empfehlen kann ich letztendlich zwei US-Anbieter:

 

Wir haben unsere Versicherung hier abgeschlossen:

http://www.motorcycleexpress.com/

U.a. werden sie auf horizonsunlimited (DAS internationale Motorrad-Reise-Forum) von mehreren empfohlen.

Der Kontakt mit Ihnen war freundlich, reaktionsschnell (stehts Anwort innerhalb von 24h) und professionell.

Zudem hatten sie die besten Tarife für unsere Bedürfnisse:

6 Monate für 100/50/100 kosten ca. 450 EUR.

 

Interessant ist auch der zusätzliche Schutzbrief („Roadside Assistance And Emergency Towing“), der für 6 Monate 35 USD kostet (ADAC plus gilt nur in Europa!).

Sie bieten außerdem Kfz-Haftpflichtversicherungen für folgende Länder/Regionen an:

Mexiko, Mittel- und Südamerika, Australien, Neuseeland, Asien, Süd-Afrika

 

Wie oben schon erwähnt, sind die Deckungssummen nach deutschen Maßstäben generell sehr niedrig. Wer da mutig die Flucht nach vorne antreten möchte, kann die gesetzliche Mindest-Deckung (15.000/30.000/10.000) nehmen.

Die gibt es hier und ist vergleichsweise günstig:

http://www.fernet.com/

 

Es gibt noch eine Vielzahl anderer US/Kanadischer Versicherungen, die Ausländer aufnehmen, die jedoch im Gegensatz zu den oben genannten alle einen Wohnsitz in den USA/Kanada voraussetzen.

 

Nachtrag August 2010:

 

Weder bei der Einreise nach Kanada, noch bei der in die USA hat jemanden interessiert, ob wir eine Kfz-Versicherung haben.

 

Was die deutsche Zulassung angeht: wer ein bißchen mutig ist, fährt mit Kennzeichen ohne Amtssiegel und TÜV-Stempel und macht sich vor der Abmeldung ne Kopie vom Kfz-Schein. Oder verliert den Schein vor der Abmeldung.

Rechnet sich wenn überhaupt allerdings nur bei mehrjährigen Reisen.

Der Form halber sage ich: sowas ist illegal und nicht in Ordnung!

 

 

 

Waren diese Infos nützlich für Dich?

Falls Du Dich revanchieren möchtest, würden wir uns freuen!

Siehe: HELFT UNS

 

 



ADAC Versicherungen
ZahnSchutzbrief

In unseren Büchern nehmen wir Euch mit in das Leben der Krad-Vagabunden.

Licht- und Schattenseiten des Dauerreiselebens, das weit von einem niemals enden wollenden Urlaub entfernt ist.

Weitere Infos hier.

Neues Motiv in unserem Spreadshirtshop:

SCHRAUBENSCHLÜSSEL & PULLE

Flockdruck in verschiedenen Farben (schwarz, rot, grau).

Erhältlich als Kapuzenpulli, Pulli, T-Shirt, V-Neck.

Krad-Vagabunden-Spreadshirt-Shop