Eine Motorradreise durch Norwegen und Finnland

Vom nördlichsten Festlandpunkt Europas in der Finnmark (N) durch Lappland und Karelien in Finnland

Mitternacht – keine Uhrzeit, zu der wir sonst auf Reisen noch wach sind. Aber das gleißende Sonnenlicht, das von unserer Zeltwand kaum gedämpft wird, verleitet immer wieder zum „eine Seite lese ich noch in meinem Buch bevor ich versuche, einzuschlafen“. Es ist Ende Juni und wir sind weit nördlich des Polarkreises. Ergo geht dieser Tage die Sonne hier oben nie unter. Ein krasses Phänomen, das bestimmt nicht jedermanns Sache ist. Wir haben unser Los bewusst gewählt: einmal im Leben wollten wir erfahren, wie das ist und haben deshalb unserer Reise durch die Finnmark und Finnland absichtlich nah an die Mittsommernacht gelegt.

Geschafft! Wir stehen am nördlichsten Straßenpunkt des europäischen Festlandes. Zugegeben, der Moment könnte erhabener sein, wenn auf dem kleinen Parkplatz am Ende der Schotterstraße nicht schon ein halbes Dutzend Wohnmobile mit überwiegend heimischen Kennzeichen stünde. Aber der Touristenansturm dürfte mickerig sein im Vergleich zum populären Rivalen, dem Nordkapp, dessen statistische Signifikanz unter Motorradreisenden strittig ist. Statistiksuperlativ hin oder her, was das Auge hier erblickt, ist herzallerliebst, zumindest bei diesem Bombenwetter. Fröhlich stromern wir durch die Felsen, laufen über federnde Heide, die unseren Schritten zusätzlichen Elan verleitet und stehen ergriffen an der Barentssee, die man sich irgendwie bedrohlicher und mit mehr Eis vorgestellt hätte. Als Simon den für sie obligatorischen Akt vollzieht, in jedes Meer und jeden großen See der Erde einmal im Leben die Füße zu strecken, entweicht ihrem Mund spontan ein erschrecktes Japsen.

Der Sonnenschein hat getäuscht. Die See ist eiskalt, so wie es sich für die Barentssee gehört.

Bei der Abfahrt halten wir noch kurz am Leuchtturm von Slettnes, der dem Fleckchen Land seinen Namen gibt, und knipsen ein paar Erinnerungsfotos und dann geht es wieder durch die grandiose Landschaft der Norwegischen Finnmark.

In der Spitze kommen wir auf 350 Meter – keine Zahl, die in Deutschland der Erwähnung wert wäre. Hier oben sind wir damit aber über der Baumgrenze. Die Straße schlängelt sich verheißungsvoll durch Schneefelder, karge Felsen und tiefblaue Seen und Flüsse – abgerundet mit farbintensivem Grün der Moose und Gräser. Unser Lager schlagen wir am Tanafjord auf – nicht auf einem Campingplatz, sondern wieder mal mitten in freier Natur, so wie es das Jedermannsrecht hier oben erlaubt. Ein Paradies für Wildzelter wie uns! Die Sicht ist grandios, die Stimmung de luxe, auch wenn der Wind unser Zelt so attackiert, dass wir die Motorräder als Windbrecher drumherum platzieren müssen. Aber besagte steife Brise hat auch ihr Gutes: sie stört den Flug der piksenden Plagegeister, die es hier um diese Jahreszeit in Massen gibt und verschafft uns diesbezüglich wohltuenden Frieden.

Kauderwelschend und mit international verständlichem Daumen hoch signalisiert ein Halbstarker an einer einsamen Tankstelle seine Begeisterung für unsere Kräder. Das Grinsen ist beiderseits und wird in unseren Gesichtern noch breiter, als der Bursche spontan einen Wheelie mit seiner 80er vollführt und mit durchdrehendem Hinterrad einige „Donuts“ für uns auf den Teer brennt. Was er vermutlich nicht ahnt: Unserer Bewunderung wird nicht unerheblich von dem Fakt befeuert, dass er das Kunststückchen in Badelatschen zustande bringt. Unvernünftige, aber herzerfrischende Aktion, die gute Laune macht.

Bei Polmak wechseln wir von der norwegischen Finnmark ins finnische Lappland und folgen dem Grenzfluss Tono für rund 170 km. Einsam ist es hier. Kaum Verkehr und nur selten eine aus wenigen Häusern bestehende Ortschaft. Für Angler ist der Fluss offensichtlich ein Eldorado – wir sehen Hunderte!

Finnischer See mit fünf Buchstaben – jeder Kreuzworträtselfan kennt ihn, den Inarisee, Finnlands drittgrößten. Staunend lesen wir auf einer Infotafel, dass er mit zwei Meter hohen Wellen aufwarten kann und in der Regel erst Anfang Juni auftaut und Ende Oktober bereits wieder zufriert. Brrrr!

Lapplands Landschaft unterscheidet sich gravierend von der der Finnmark. Statt spektakulärer Felsen gibt es hier endlose Wälder. Die Straße zieht sich oft wie ein langes, gerades Band durchs Blickfeld. Unaufgeregtes Fahren, das von keiner Ampel oder anstrengendem Verkehr getrübt wird. Für den Einen ist dies ödes Kilometerfressen, für uns ist es entspanntes, pures Motorradreisen, bei dem man genüsslich den eigenen Gedanken nachhängen kann. Tankstellen liegen hier schon mal 100 km auseinander. Dafür gibt es öfter mal Campingplatzschilder, die so gut wie immer auch einfache Holzhütten im Angebot haben, die man in der einfachsten Variante ohne Bad für rund 50 EUR die Nacht bekommt.

Im Stundentakt begegnen uns Motorradreisende, die in der Mehrzahl deutsche Kennzeichen haben. Die überwiegende Masse dürfte auf dieser Haupt-Fernstraße gen Norden zum Nordkap unterwegs sein. Wir haben unseren geografischen „Höhepunkt“ ja schon geschafft, sind ganz relaxt unterwegs und gönnen uns spontan eine köstliche Lachs-Kartoffelsuppe, die mit einem Pfannkuchen mit Moltebeeren gekrönt wird.

Die Nordhälfte Finnlands ist Rentierzuchtgebiet. Vor den freilaufenden Zugtieren für den Weihnachtsmannschlitten warnen allerorts Schilder – zu recht! Ständig rennen sie einzeln oder in Herden über die Straße. Ein Bulle stellt sich gar kampflustig in unseren Weg. Da heißt es, trotz eintöniger Landschaft immer den Waldrand im Auge zu haben, um blitzschnell reagieren zu können. Die Viecher schauen nämlich weder links noch rechts, wenn sie flink unseren Kurs kreuzen.

Das wild Campen ist in Lappland eine Qual. Schwärme von kleinen Fliegen, Massen von Stechmücken und Pferdebremsen fallen über uns her, kaum das wir begonnen haben, auf einer kleinen Lichtung unser Zelt aufzubauen.

Mit dem Einsprühen mit Autan & Co ist es da nicht getan. Uns bleibt nichts anderes übrig, als unsere Hüte mit Mückennetz zum Einsatz zu bringen. Angesichts der qualvollen Plagegeisterattacken ist unser genierliches Zögern, die netzbewerten Deckel aufzusetzen, albern. Kaum fällt der sichtbehindernde Schutz jedoch vor unseren Gesichtern herab, herrscht herrlicher Friede auf der Haut und das Genervtsein weicht langsam einem Gefühl, ein echter Abenteurer zu sein. Wahrlich, das sind keine Umstände, unter denen wir immer leben und hantieren möchten, aber als einmaliges Erlebnis bekommt es von uns ganz klar das Prädikat „spannend“!

Doch wie kommt man nun ins Zelt, ohne die fiesen Gesellen, die sich schon zu Dutzenden vorfreudig im Vorzelt tummeln, mit reinzulassen? Wir sind ratlos. Das hatten wir nicht bedacht. Mücken-Raumspray landet prompt auf unserer Einkaufsliste für den nächsten Tag. Mit dem kann man dann wenigstens das Vorzelt vorübergehend „säubern“, um rauszuschlüpfen, ohne den Feind ins eigentlich Zelt zu lassen. Erkenntnis Nummer 2: Nachts mal eben schnell in der Unterhose die Blase entleeren geht gar nicht unter diesen widrigen Umständen. Einen gezielten Strahl sicherzustellen, während man verzweifelt mit der anderen Hand panisch im 360-Grad-Rundumschlag versucht, die nackte Haut der Beine gegen die Armada der Biester zu verteidigen, ist nämlich ein hoffnungsloses und nicht wirklich hygienisches Unterfangen.

Bei Napapiirin gibt es zwei Gründe, die Fahrt zu unterbrechen: Auch wir verewigen unserer Überquerung des nördlichen Polarkreises, wie so viele andere MCs und Motorradreisende, mit einem unserer Aufkleber auf dem großen Schild. Und dann staunen wir über das Weihnachtsmanndorf, ein Einkaufszentrum mit zwei Dutzend Souvenirshops, die Tand und Krimskrams zum Thema Weihnachtsmann, Rentier, Lappland und nördlicher Polarkreis verkaufen. Der Ganzjahresweihnachtsmarkt wird ergänzt durch das Santa Claus Village, in dem man thematisch dazu passend übernachten kann. Dass es pünktlich zu unserer Ankunft begonnen hat, in Strömen zu schiffen, gehört bestimmt zur perfiden Marketingstrategie des Kommerzsumpflochs, denn so sind wir gezwungen, viel länger an diesem faszinierend furchtbaren Ort auszuharren, als wir es ansonsten täten. Zwei Kilometer weiter die Straße runter entdecken wir bei der Weiterfahrt dann noch den Santa Park, einen Vergnügungspark, der leider gerade wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist. Beim nächsten Päuschen malen wir uns lachend aus, welche Attraktionen das Weinnachtsmann-Erlebnisland wohl alles zu bieten hat.

Bei Kemi erreichen wir die Ostsee und steuern den Eisbrecher Sampo an, den wir uns als unerfahrene Landeier irgendwie eindrucksvoller vorgestellt hatten. Nicht weit davon finden wir am Bottnischen Meerbusen eine schöne Picknickstelle, an der wir unser Abendbrot bei idyllischer Sicht verspeisen. Der letzte Bissen bleibt mir im Halse stecken, als ich entdecke, dass mein Krad einen Plattfuß hat. Da dieser Reifen für seine Härte bekannt ist und ich derzeit körperlich gehandicapt bin, bleibt nur der „Gang“ zur Reifenbude. Um rauszufinden, wo die nächste ist, winke ich einen Harleyfahrer ran, der im Gegensatz zu all den jungen Menschen, die an Tankstellen arbeiten, kein Wort Englisch spricht und sich auch auf Gestensprache und Kauderwelsch nicht einlassen will. Eine halbe Stunde später kommt der Biker aber zu unserer Überraschung mit einem Kumpel auf dem Soziussitz an, mit dem die Verständigung dann fließend klappt. Fix sind die Möglichkeiten ausgelotet und der Plan für den nächsten Tag steht. Für heute ist es nämlich zu spät. Da bleibt nur biwakieren in der halboffenen Schutzhütte, auch wenn das Campen an der Stelle eigentlich ausdrücklich verboten ist. Aber alle Nachbarn, die im Laufe des Abends interessiert vorbeischauen, haben Verständnis für unsere Notlage und überschütten uns mit Ratschlägen und gut gemeinten Worten.

Kaum sind sie weg und wir im Schlafsack, wird aus der zuvor vom Seewind mückenfrei gehaltenen Stelle, die Hölle. Zzzzsss wird zum Soundtrack unserer Tortur, die wir einstimmig nach einigen Minuten des Martyriums aufgeben. Es bleibt nichts anderes übrig, als das schützende Zelt aufzubauen.

Anderntags breche ich früh mit meinem platten Hinterrad auf Simons Triumph Bonneville geschnallt zur Reifenbude auf und hoffe, dass der generell als schwach bekannte Akku meines Navis, der nun ohne Stromversorgung ist, mich wieder zu meiner Liebsten nach erfolgreicher Mission zurück bringt. Alle Sorgen waren natürlich umsonst: flux ist der Reifen geflickt, der Panny wieder bei seiner Simon und das Hinterrad wieder in meiner Transalp.

Ein Schild weist den Weg zum Santa Claus Seaside Resort. Wir geraten nicht in Versuchung, sondern schwenken wieder ins Landesinnere, wo wir prompt den Santa Claus Helikopter an einer Tankstelle entdecken – natürlich standesgemäß im Coca Cola Rot.

So langsam bekommen wir echt eine Weihnachtsmann-Überdosis! Das Örtchen hat übrigens noch mehr zu bieten: in Hyrnysalmi findet nämlich alljährlich die Schlammfußballmeisterschaft statt, die wir leider um zwei Wochen verpassen. Das wäre bestimmt eine lustige Sache gewesen. Schade!

Nördlich von Suomussalmi bietet das „stille Volk“ einen kuriosen Anblick: Hunderte von Männchen mit Köpfen aus Torf und Stroh, die zweimal im Jahr erneuert werden, stehen dort in der Landschaft.

Östlich von der Stadt zieht uns das Winterkriegsmuseum in seinen Bann. 39/40 schlugen hier die waffentechnisch und zahlenmäßig gnadenlos unterlegenen Finnen die russische Invasion in einem David-gegen-Goliath-Kampf wider den Erwartungen der übrigen Welt erfolgreich zurück.

Sehr anschaulich: in einem Kühlschrank liegen eine Pistole und eine Handgranate, die man anfassen darf, um so eine höchst handfeste Vorstellung von den extremen Bedingungen zu bekommen. Draußen stehen diverse Geschütze, Panzer und Kettenfahrzeuge und es gibt eine eindrucksvolle Gedenkstätte. Ein zentrales Monument mit 105 Messingglöckchen (für jeden Kriegstag eine), die im Wind schaurig bimmeln, umgeben von einem großen Feld von Steinbrocken und Felsen, deren enorme Anzahl der der gefallenen Finnen und Russen entspricht.

Wir folgen der „Via Karelia“ durch finnisch Karelien.

Der Unterschied zu Lappland: Es gibt ein bisschen mehr Kurven und die Seen werden noch häufiger. Ansonsten dominieren auch hier die vertrauten Elemente: Endlose Wälder & viele Mücken. Mittlerweile sind die Rentierschilder aber Elchschildern gewichen. Von denen werden wir in den nächsten Tagen einige Hundert sehen, was in krassem Kontrast zur Anzahl unserer Sichtungen von lebenden Elchen steht. Die ist nämlich null, was jahreszeitlich bedingt ist. Derzeit durchstreifen die Riesen die Tiefen der Wälder und haben keinen Grund über Straßen zu wandern.

 

Erkenntnis am Rande: unser Künzli-Kocher verbrennt dank seiner Hobobauweise und dem Kamineffekt jede Art von Stöckchen – auch triefend nasse. Die produzieren dann allerdings mächtig Rauch, was uns auf ordentlichen Campingplätzen schon mal verdrießliche Blicke biederer Nachbarn einbrachte. Im Mückenland ist der Effekt jedoch ein höchst willkommener und wir legen uns mit Absicht in den Qualm, um so den Quälgeistern zu entgehen. Das unsere Klamotten anderntags dann immer übelst stinken, erscheint uns ein vertretbarer Preis für die Erleichterung zu sein.

Nicht jeder Superlativ ist wirklich beeindruckend: die größte Holzkirche der Welt findet sich in Kerimäki und direkt davor steht die zumindest im Sockel aus Stein gebaute Winterkirche, bei deren Anblick man spontan erstmal an der Rechtmäßigkeit des Rekordes zweifelt. Statt dessen bleibt uns das Städtchen in guter Erinnerung, weil wir wohlige Momente im Gras mit finnischem Eis am Stil vertrödeln.

Schon die letzten 50 km bis Kerimäki waren voller Seen, auf den folgenden zehn bis Punkaharju geht’s dann quasi nur noch durch´s Wasser. Wunderschön! Badenixe Simon zieht es prompt ins kühle Nass. Ich schaue mir ihren beherzten Köpper in den eiskalten See aus sicherer Entfernung an und rede mir ein, dass regelmäßiges Baden für echte Abenteurer kein Muss ist.

Im Saimaa-Seengebiet schauen wir uns in Savonlinnna die berühmte Wasserburg an und zelten wenig später an einer idyllischen Badestelle. Das laue Lüftchen, das über den Steg streicht, hält die bösen Plagegeister fern und beschert uns ein höchst romantisches Picknick in extravaganter Lage.

Zum Nachtisch gibt es kleine, wilde Erdbeeren, die am Ufer wachsen. Köstlich! Tags zuvor hatten wir uns schon den Bauch mit Blaubeeren vollgeschlagen. Vermutlich ist das aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Natur hier im Spätsommer üppig auftischt. Entspannt und zufrieden lassen wir auf unserem Steg den Tag ausklingen – ganz ohne Internet und Smartphone. Dafür wie früher mit einem guten Buch in der Hand, dessen Lektüre wir immer wieder unterbrechen, um den Blick genüsslich und mit wohligem Seufzern über die stille Natur rund um uns herum gleiten zu lassen. „Jetzt noch ein kaltes Bier, das wär´s“ schießt es mir durch den Kopf. Aber eben das ist ein für uns fast unerschwinglicher Luxus und damit ein Manko Finnlands: die Alkoholpreise sind hier echt nicht kompatibel zu unserem schmalen Reisebudget. Trotz Abstinenz schlafen wir den Schlaf der Gerechten, zumal wir mittlerweile so weit nach Süden bekommen sind, dass es nun in der Mitte der Nacht wenigstens wieder dämmrig wird.

Einmal von der russischen Grenze quer durch Südfinnland an die Ostsee nördlich von Turku ist die einzige wirklich öde Etappe unserer 3000 km durch die Finnmark und Finnland. Dort haben wir erstmals Schwierigkeiten, ein Fleckchen fürs Bushcamping zu finden. Für finnische Verhältnisse gibt es hier viele Häuschen, die gleichmäßig übers Land verstreut sind und oft nach Geld aussehen. Weit ab vom Schuss finden wir den Campingplatz des Wohnwagenclubs Naantali, auf dem wir herzlich aufgenommen werden. Abends brutzeln wir uns eine lokale Spezialität: Leipäjuusto – Käse von der ersten Milch der Kuh nach dem Kalben.

Statt des schwierigen finnischen Wortes bleibt uns die lautmalerische deutsche Übersetzung in Erinnerung: Quietschekäse. Eigentlich müssen wir ihn landestypisch mit Moltebeeren essen, die wir jedoch gerade nicht zur Hand haben. Aber auch mit Baguette, Salat und einem für finnische Verhältnisse billigen Wein (8 EUR) aus dem „Alko-Shop“ mundet er ganz vorzüglich. Unseren letzten Tag verbringen wir damit, durch die Schären zu cruisen – eine faszinierende Landschaft von Landzungen und felsigen Inseln, bei denen die Straße immer wieder „durchs“ Wasser über Brücken führt und wir auch mal mit einer kostenlosen gelben Fähre fahren.

Am Morgen rollen wir dann auf die Fähre nach Schweden. Während der achtstündigen Fahrt durch eine malerische Inselwelt bleibt reichlich Muße, unsere Eindrücke noch mal zu rekapitulieren. Finnland hat uns durch seine Weite und Menschenleere begeistert. Selten bin ich in Europa so entspannt und fast schon meditativ gefahren. Das Erlebnis der weißen Nächte, in denen es nie dunkel wird, war ein ganz besonderes für uns, das aus einer Urlaubsreise ein ganz persönliches Abenteuer gemacht hat, bei dem wir im wahrsten wie auch übertragenen Sinne, unseren Horizont erweitert haben. Dass wir erfolgreich, wenn auch manches mal genervt, der Stechtierplage getrotzt haben, passt zum Abenteuerbild. Beim nächsten mal fahren wir im Spätsommer hier hin: dann sind die Mücken kein Thema mehr, die Beeren und Pilze sprießen und der Wald leuchtet angeblich bereits in herbstlich intensiven Farben.

Unsere Länderinfos zu Finnland gibt es hier:

Länderinfos Finnland

 

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