"Außen hui, innen pfui" ist eine in meiner Heimat gängige Redewendung.
Dieses kitschig-romantische Foto entstand in Sumqayit, einer Stadt, die vor zwölf Jahren einer Studie zufolge die verseuchteste der Welt war.
Seither hat sich hier angeblich einiges getan in Sachen Umweltschutz. Auf alle Fälle geben sie sich an der oppulenten Strandpromenade mächtig Mühe, ein positives Image zu vermitteln.

 

Aserbaidschan, Anfang Juni, 2018

Wo schneebedeckte Berge und Wolken verschmelzen: Der Kleinen Kaukasus hat uns prima gefallen, auch wenn uns das Militär im Grenzbereich zu Armenien einige mal den Weg verwehrt hat.
Nun sind wir umso gespannter auf den Hohen Kaukasus im Norden.

 

Aserbaidschan, Ende Mai

Ich vermute, es war weniger die Begeisterung für die Technik dieses alten Lasten-Trikes russischen Ursprungs, als vielmehr die Vorstellung, wieviele Tiere Simon damit „retten“ könnte, die zu diesem fröhlichen Gesichtsausdruck geführt hat.
Aufgenommen übrigens am südlichsten Punkt unserer Reise - an der aserbaidschanisch-iranischen Grenze.

 

Aserbaidschan, Ende Mai 2018

Seit Jahren haben wir uns über keinen Stempel im Pass mehr so gefreut wie über den grünen auf dem Foto = den Ausreisestempel von Georgien, durch den die Einreise nach Aserbaidschan möglich wurde.
Die Vorgeschichte zur Zitterpartie an besagter Grenze: Vor ein paar Wochen sind wir legal mit Personalausweis in die Türkei eingereist, um die wenigen freien Stellen in unseren Reisepässen zu schonen. Die schwinden nähmlich bei uns stets viel zu schnell dahin.
Als wir dann von der TR nach Kleinaserbaidschan ausreisen wollten, haben uns die Türken nicht rausgelassen, weil sie angeblich Persos nicht bearbeiten könnten. Notgedrungen haben wir diese Etappe dann übersprungen und sind direkt nach Georgien weiter. An der Grenze war das Auschecken mit Perso auf türkischer Seite dann auch gar kein Problem. Da die Georgier aber ein gemeinsames IT- System mit den Türken haben, mußten wir in GE auch wieder mit Persos einchecken und bekamen eine Stempel auf den türkischen Zettel. Unser Problem war damit nur vertagt, aber nicht gelöst. An der aserbaidschanischen Grenze mußte nun eine Lösung her, da die Visa auf den Reisepass bezogen waren. Kurzerhand hat der nette georgische Beamte uns mit Perso ausgecheckt, die Reisepässe anschließend gescannt, mutmaßlich ins System aufgenommen und uns dann noch einen grünen Ausreisstempel reingemacht - ganz nebenbei auch noch in ein winziges freies Eckchen gequetscht, so wie der Vielreisende sich das wünscht.
Und jetzt sind wir wieder ganz regulär im Rennen.

 

Mitte Mai, 2018

Der gestrige Bushcampingspot in Georgien hatte faunamäßig einiges zu bieten: Zwei Wasserschlangen, Dutzende von Wasserschildkröten und Tausende von laut quakenden Fröschen. Aber diese entdeckungsfreudige Jungkatze war das Beste. Die krabbelte überall auf den Krädern und im Zelt rum.

 

An der Grenze zu Aserbaidschan, Mai 2018

Ob meine kindliche Faszination für Berufe wie Schiffsschaukelbremser und Kirmes-Job-Angebote a la "Junger Mann zum Mitreisen gesucht" etwas mit meiner Partnerwahl als Erwachsener zu tun hatten?

 

Batumi, Georgien, Mitte Mai 2018

In Sachen Fortschritt hinkt der Osten der Türkei mächtig hinter her. Dafür hat er andere Dinge zu bieten: Tolle Landschaft, viel Natur und erfreulich spärliche Besiedelung.
Leider hatten wir die letzte Woche durchwachsenes bis mieses Wetter, was den Genuss etwas getrübt hat.

 

Anatolien, Türkei, Mitte Mai 2018

Neulich beim Bushcamping am Euphrat.
Der Grashüpfer hat mit Begeisterung am rotweindurchweichten Halsettiket der Flasche geschleckt und war danach voll und voll zutraulich - ist auf uns beiden rumgekrabelt, hat sich von Simon füttern lassen und hat uns immer wieder übermütig gezwickt. Ich will nicht wissen, wie´s dem kleinen Burschen am Folgetag nach seinem ersten richtigen Suff ging.

 

Türkei, Anfang Mai 2018

Eigentlich wollten wir diesmal nicht durch Kappadokien fahren, aber dann waren die Heissluftballons „plötzlich“ doch wieder auf unserer Route.
Lohnt sich immer wieder aufs Neue!

 

Türkei, Anfang Mai 2018

Für schlappe 2 EUR bringt uns die Fähre von Europa über die Dardenellen nach Asien - übrigens unser dritter Kontinent in drei Monaten. So flott haben wir die Erdteile auf der Weltreise nie gewechselt.

 

Ende April 2018

Warum ich Simon liebe?
Natürlich weil sie in allen Lebenslagen eine Hausfrau ohne Fehl und Tadel ist...
...und aus ein paar anderen, weniger seriösen Gründen auch noch.

 

Griechenland, Ende April 2018

Anfang April, 2018

Für die nächsten sieben Monate werden wir den Kaukasus unter die Räder nehmen.
Die Route ist nur eine schematische Darstellung, um einen groben Überblick zu geben.
Hin- und Rückfahrt sind von untergeordneter Bedeutung für uns und werden relativ flott gemacht.
Der Schwerpunkt der Reise liegt klar auf dem Zielgebiet: Georgien, Armenien, Aserbaidschan und den russischen Kaukasus-Republiken.

Nach der Reise ist bekanntlich vor der Reise.
Kräder fürs Kaukasus-Halbjahr wieder fit zu machen, ist nur eine von vielen Sachen, die beim kurzen Heimat-Zwischenstopp erledigt werden müssen.

 

Deutschland, März 2018

Unser Winterflucht neigt sich ihrem Ende zu. Endspurt zur Heimat-Stippvisite, um die Motorräder für das nächste halbe Jahr im Kaukasus wieder fit zu machen, Visa zu beantragen und dem Arbeitsberg zu Leibe zu rücken.

Simon und ich waren getrennt “das Nötigste“ für die ersten Tage in einem Appartment einkaufen, das wir uns für kleines Geld an der Andalusischen Küste gemietet haben.

 

Ich werde hier für drei Wochen intensiv schreiben und Simon arbeitet im Hundeheim und am Sommerteil unserer Reise.

Historischer Wild-West-Film-Boden in Andalusien.

Da kommt der kleine Cowboy in mir wieder durch. Ach, was hatte ich damals noch für "Berufs-Träume"!

Februar 2018

Goodbye Marokko!
Nach sechs Wochen Wüste in vielfältiger Form geht es morgen wieder über die Straße von Gibraltar nach Europa zurück.

Plötzlich weiß ich, warum Kamele Wüstenschiffe genannt werden: es schaukelt nach links, es schwankt nach rechts und sobald es ein wenig die Düne hoch oder in ein Loch hinab geht, hebt oder senkt sich meine Perspektive ruckartig ziemlich drastisch.
Und das alles ohne Bremse oder Kupplung! Beängstigende Sache so ganz ohne Kontrolle übers “Fahrzeug“.

Letzten Sommer war ich ausnahmesweise mal solo in Albanien, Montenegro und Bosnien unterwegs.

Dabei ist dieses kleine Filmchen auf unserem Lieblings-Campingplatz des ganzen Balkans entstanden:

Warum wir das Leben als Krad-Vagabunden lieben?
Weil jeden Tag Motorrad zu fahren nach unseren Maßstäben große Lebensqualität bedeutet, die wir ganz bewußt genießen!
Grüße aus West-Sahara, dem südlichsten Teil Marokkos, Januar 2018

Die Botschaft dieses Fotos sollte eigentlich “hochsommerlich heiß“ werden, aber ich fürchte, Simons Körpersprache verrät die wahre Wassertemperatur.
Um die 20 Grad in der Spitze haben wir hier in Süd-Marokko jeden Tag - ideal zum Motorradfahren, aber zu wenig, um einen ungeheizten Pool auf Wohlfühltemperatur zu erwärmen.
Klagen wollen wir wegen letzterem aber nun wirklich nicht.

Guten Morgen aus dem Anti-Atlas-Gebirge!
Gleich ist der Kaffee fertig und danach wartet ein weiterer großartiger Fahrtag auf uns.

Marokko, den 02.01.2018

KAKTUS STATT TANNENBAUM!

Die Krad-Vagabunden wünschen frohes Fest und guten Rutsch aus unchristlichen und trockenen Gefilden!

Marokko, Dezember 2017

Digitales Nomadentum: wo mein Laptop steht, da ist mein Arbeitsplatz.
So kann man selbst einen solch grauen, regnerischen Tag gut nutzen.
Übrigens einer der geilsten Aufenthaltsräume, die wir je auf einem Campingplatz hatten. Neben der genialen Aussicht (bei normalem Wetter bis Afrika) bollert hier ein Ofen und es gibt eine wirklich gemütliche Leseecke.

Camping Torre de la Peña, 36.056278, -5.658883

Tarifa, Spanien, Mitte Dezember

Finnland & Finnmark

Vom nördlichsten Festlandpunkt Europas in der Finnmark (N) durch Lappland und Karelien in Finnland

 

Mitternacht – keine Uhrzeit, zu der wir sonst auf Reisen noch wach sind. Aber das gleißende Sonnenlicht, das von unserer Zeltwand kaum gedämpft wird, verleitet immer wieder zum „eine Seite lese ich noch in meinem Buch bevor ich versuche, einzuschlafen“. Es ist Ende Juni und wir sind weit nördlich des Polarkreises. Ergo geht dieser Tage die Sonne hier oben nie unter. Ein krasses Phänomen, das bestimmt nicht jedermanns Sache ist. Wir haben unser Los bewusst gewählt: einmal im Leben wollten wir erfahren, wie das ist und haben deshalb unserer Reise durch die Finnmark und Finnland absichtlich nah an die Mittsommernacht gelegt...

Den kompletten Tourbericht und die GPS-Daten zum Downloaden gibt es hier:

Finnland & Finnmark - Krad-Vagabunden-Tour

"RPR1 - Mein Abenteuer" hatte mich jüngst ein zweites Mal eingeladen, um Rede und Antwort zu unserer Motorrad-Weltumrundung zu stehen.

Den ca. 20 minütigen Zusammenschnitt des Interviews gibt es in unserem YouTubeKanal:

RPR-Mein-Abenteuer-Krad-Vagabunden-2

Harley-Transalp oder warum ich Marken- und Modellabgrenzung doof finde:

Meine 12Volt-Cockpit-Dose hatte jüngst ihr Leben ausgehaucht. Als oft wild zeltender digitaler Nomade ist das Teil für mich mehr als ein NiceToHave. Die Suche nach einer neuen, die daheim eine Bagatelle wäre, gestaltete sich in Portugal als schier unmöglich. Japaner und freie Werkstätten winkten allesamt auf meine Frage ab. Erst eine Harley-Custom-Schmiede zauberte aus der Elektrikrestekiste dieses etwas globige Examplar.
Nicht das erste mal, daß ich auf Reisen über Marken-Grenzen hinweg Hilfe bekam.

Gegen ein bißchen Stichelei zwischen den Markencliquen ist nichts einzuwenden, aber bei alledem sollten wir nicht vergessen, daß wir was wichtiges gemeinsam haben: die Liebe zum Kradfahren.

In diesem Sinne, Grüße vom Harley-Transalp fahrenden Panny

Portugal, November 2017

Der Wild Atlantik Way entlang Irlands rauher Atlantikküste ist eine der herausragendsten Küstenrouten Europas. Auf 2.600 km bietet er neben landschaftliche Highlights en masse auch reichlich anderweitig Spannendes: Schiffswracks, um die man am Strand herum fahren kann, Frauen-Séparées in skurielen Kramladen-Kneipen, den letzten Ankerplatz der Titanik, monströse Irrenanstalten und manches mehr.

Unseren ausführlichen Tour-Bericht gibt hier- natürlich wieder inklusive Download der GPS-Punkte und Route:

Wild Atlantik Way

Sláinte & viel Spaß beim Lesen wünschen die Krad-Vagabunden

Luxemburg auf seine Rolle als internationalen Bankplatz zu reduzieren, täte dem kleine Land Unrecht. Denn der Norden ist ein wahres Motorradparadies: Burgen en masse, labyrinthartige Felsschluchten, gewundene Flüsschen, Wälder, Weiden und Kurven, Kurven und noch mehr Kurven!

Einen ausführlichen Tourbericht, viele Bilder und die GPS-Daten als Download gibt´s hier:

mit dem Krad-Vagabunden durch die Luxemburger Ardennen

Vier Wochen sind wir jetzt “on the road“.
Überwiegend haben wir wild gezeltet und dabei überdurchschnittlich oft romantische Spots erwischt. Alle zwei, drei Tage gönnen wir uns einen Campingplatz für WiFi und Dusche. Der heutige ist unser bisheriger Favorit in Sachen Ausblick:

Camping Los Cantiles, Valdés, Asturien, 43.549076, -6.524269
Das Leben ohne festen Wohnsitz meint es gut mit uns!

 

Galizien, Ende Oktober

Auf unserem Weg durch Frankreich Richtung Iberische Halbinsel haben wir nur einen einzigen Sightseeing Stop im weitesten Sinne eingelegt:

Das "Märtyrer-Dorf" Oradour sur Glane

Ein ganz spezieller Ort mit viel Ausstrahlung! Hier verübte die Waffen-SS im zweiten Weltkrieg ein Massaker an der Bevölkerung des Ortes. Kinder, Erwachsene und Greise wurden als wahnwitzig unverhältnismäßige Vergeltung für die Entführung eines SS-Offiziers abgeschlachtet und der Ort verwüstet. Wer die Ruinen durchstreift und die rostigen Autos, Nähmaschienen und anderen eisernen Gebrauchsgegenstände betrachtet, bekommt eine vage Ahnung davon. Einer der sehenswertesten und bewegensten Orte, die ich in den letzten Jahren besucht habe.
Die Besichtigung des zerstörte Dorf kostet keinen Eintritt. Eingang zum Dorf über einen Tunnel bei der Kasse des Museums.

N45° 55.770' E1° 02.292'

OHNE FESTEN WOHNSITZ - dieses Leben lieben wir!

Die nächsten 13 Monate sind wir wieder "on the road": Im Winterhalbjahr auf der Iberischen Halbinsel und in Marokko und direkt im Anschluß im Sommerhalbjahr im Kaukasus.

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