Länderinfos Armenien

 

 

 

Einreise

 

Kein Visum nötig. Pass wird bei Einreise gestempelt. Man darf maximal 180 Tage im Land bleiben.

 

 

 

 

Kfz-Einfuhr

 

Man bekommt ein Dokument beim temporären Fahrzeugimport, das man bei der Ausreise wieder abgeben muss. Wir wurden gefragt, wie lange wir bleiben wollen und haben daraufhin 30 Tage bekommen. Ob mehr möglich ist, kann ich nicht sagen.

 

 

 

 

Kfz-Versicherung

 

Eine armenische Kfz-Haftpflichtversicherung muss für den temporären Fahrzeugimport zwingend vorgelegt werden und kann an allen Grenzübergängen bei diversen Versicherungsgesellschaften abgeschlossen werden. Der Tarif scheint einheitlich bei 15.000 MAD (ca. 30 EUR) zu liegen. Dafür bekommt man standardmäßig die Mindestversicherungsdauer von 10 Tagen. Wir haben auf Nachfrage aber zum gleichen Preis auch 30 Tage bekommen.

 

 

 

 

Verkehr / Polizei

 

Armenier fahren rücksichtsvoller und besonnener als Georgier und Aserbaidschaner. Aber für deutsche Verhältnisse gibt es dennoch viele Idioten.

Neben gefährlichen Überholmanövern ist vor allem mit Gegenverkehr zu rechnen, der auf der Suche nach der Idealline durch die Schlaglöcher gerne über alle Spuren seinen Weg sucht und einem somit auch schon mal frontal an unübersichtlichen Stellen entgegen kommt.

 

Als Nikol Paschinjan im Mai 2018 ins Amt des Ministerpräsidenten kam, war mit einem Schlag die Korruption bei der Verkehrspolizei ad acta – so die Einschätzung einheimischer Motorradfahrer, die auch zu unseren eigenen Erlebnissen passt: Wir sind in dem Monat, den wir in Armenien unterwegs waren, kein einziges Mal von der Polizei gestoppt worden und hatten auch sonst keinerlei Probleme mit Korruption.

 

Straßenzustand

 

Die Hauptverkehrswege sind asphaltiert. Straßen niederer Kategorie sind teilweise geteert, teilweise Schotter/Erde. Selbst die besten Straßen haben hier und da Schlaglöcher, die kleinsten bestehen aus fast nichts anderem. Das verlangsamt zwar die Fahrt, aber im Großen und Ganzen kommt man selbst auf Pisten gut voran, denn die wirklich schlimmen Sachen wie Schlamm, Erdrutsche, vom Regen oder von Flüssen weggerissene Straßen oder Brücken haben wir in Armenien nicht erlebt.

 

 

 

 

GPS-Karte

 

OSM-Karte: http://garmin.openstreetmap.nl/

Routing funktionierte mit der quasi alternativenlosen OSM-Karte meistens. Vereinzelt waren manuelle Eingriffe nötig. POI-Datenbank bescheiden bis okay.

 

Eine umfangreiche GPS-Daten-Sammlung gibt es als Bonus zu unserem Buch Abenteuer Kaukasus - eine Reise zu den höchsten Bergen Europas

 

 

 

Landkarten / Reiseführer

 

Wir waren mit der Reise Know-How Landkarte Armenien unterwegs.

Neben den unschlagbaren physischen Eigenschaften der Reise-Know-Karten (wasserabweisend, reißfest) mag ich die zahlreichen Markierungen für Sehenswürdigkeiten. Da kann man Touren einfach auf Basis der Kartenlage ohne Zuhilfenahme von Reiseführern planen.

Ähnlich wie bei der OSM-Digitalkarte sind jedoch auch hier die Kategorisierungen der Straßen irreführend. In einigen wenigen Fällen sind Straßen eingezeichnet, die sich erst im Bau befinden oder wo gerade mal die Trasse angelegt wurde. Vielleicht wird da von staatlicher Seite den Verlagen Soll-statt Ist-Zustand zur Verfügung gestellt.

 

 

Unser Lieblingsreise für Osteuropa und den Kaukasus sind vom Trescher-Verlag:

Uns gefallen sie inhaltlich und man läuft so zumindest nicht immer mit der "Lonley-Planet-Herde".

Reiseführer Armenien: 3000 Jahre Kultur zwischen Ost und West

 

 

 

(Wild) Campen

 

Es gibt zwei kommerzielle Campingplätze im ganzen Land: Den Crossroads und den 3G Camping.

Die Koordinaten von beiden sind in der GPS-Datei zu unserem Abenteuer-Kaukasus-Buch enthalten.

Beide sind empfehlenswert, wobei der 3G in vielerlei Beziehung jedoch die Nase vorne hat – nicht zuletzt weil hier fast nur Fernreisende mit Fahrrad, Allrader oder Motorrad absteigen.

 

Wildzelten ist in Armenien deutlich leichter als in Aserbaidschan und landschaftlich vielerorts eine tolle Sache. Im Vergleich zu Georgien hat Armenien in dieser Hinsicht bestenfalls einen hauchzarten Vorsprung, über den man streiten könnte.

 

 

 

 

Sicherheit:

 

Wir haben uns in Armenien sehr sicher gefühlt und subjektiv keine Kriminalität wahrgenommen. Einheimische haben sich nie aggressiv gegen uns benommen.

 

 

 

 

WIFI / SIM-Karte

 

Einige Tankstellen haben WIFI. Restaurants, Bars, in größeren Städten desgleichen.

 

WiFi in Jerewan war sehr gut, vor allem beim Upload. Im Rest des Landes variierte die Qualität zwischen okay und vereinzelt auch schlecht.

 

Für eine SimKarte mit 5 GB haben wir 10 EUR bezahlt. Der Anbieter ist mir entfallen. Erwerb war einfach.

 

 

 

 

Ersatzteile/Motorrad-Werkstätten

 

Moderne Motorräder sind in Armenien noch seltener als in Georgien und Aserbaidschan. Entsprechend ist die Werkstättendichte nahe null. In Jerewan sind mir zwei Shops bekannt:

Motorshop Armenia 40.152642, 44.536807

Piaggio/Guzzi 40.177183, 44.515669

 

Motorradfreunde dort berichten, dass sie alles im Ausland bestellen.

 

 

 

 

Tanken/Benzin

 

Einheitliche Preise an allen Tankstellen:

Regular 91/92 Oktan: 450 AMD (ca. 0,80 EUR), Premium 95: 470 AMD (ca. 0,85 EUR)

 

 

 

 

Kosten

 

Für Doppelzimmer haben wir meistens 10 bis 20 EUR bezahlt. Campingplätze 6 EUR pro Person.

Lebensmittel sind in Armenien deutlich preiswerter als daheim.

 

 

 

 

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Siehe: HELFT UNS

 

 

 

 

 

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Der Superlativ der acht höchsten Gipfel Europas ist wie vieles im Kaukasus: kompliziert und strittig. All die regionalen Konflikte, die schwierige politische Lage und die damit einhergehenden bürokratischen Mühen für Besucher sind Gründe dafür, dass dieser wundervolle Teil der Erde weit davon entfernt ist, von Touristen überlaufen zu sein. Wer in Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Russland unterwegs ist, darf sich noch vielerorts als Entdecker fühlen, ohne dass es an einfacher und vor allem preiswerter Infrastruktur für Individualreisende gänzlich mangeln würde.

Auf unserer sechsmonatigen Tour hat uns diese spannende Region an der Grenze von Europa zu Asien in ihren Bann gezogen mit grandioser Bergwelt, viel unberührter Natur, fremder Kultur, oftmals blutiger Geschichte und nicht zuletzt durch gastfreundliche Menschen, die sich über Fremde noch ehrlich freuen.

 

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