Länder-Infos Marokko

 

 

 

Einreise / Ausreise

 

Wir mußten nur den Reisepass und den Fahrzeugschein vorlegen. Für die persönliche Einreise, die schon an Bord der Fähre nach Tanger MED abgewickelt wurde, war ein Formular (arabisch / französisch) auszufüllen. Es gab als “Belohnung“ zwei Stempel in den Reisepass. Einer davon ist eine Nummer, die einem für immer zugeordnet bleibt, der andere zeigt das Einreisedatum.


 

 

 

 

Kfz-Einfuhr/-Ausfuhr

 

Die temporäre Kfz-Einfuhr fand im Hafen statt. Man bekommt das Zolldokument in doppelter Ausfertung, wovon man ein Exemplar bei der Ausreise wieder abgeben muß.

 

Bezüglich des Gepäcks wurden wir lediglich gefragt, ob wir etwas zu verzollen hätten. Wir mußten nichts öffnen. Äuch von anderen Reisenden hatten wir zuvor gehört, daß der Zoll sehr lasch prüft.

 

 

 

 

Kfz-Versicherung

 

Die grüne Versicherungskarte, die eigentlich keine Streichung des MA-Kästchens aufweisen darf, wurde von uns nicht abgefragt.

 

 

 

Verkehr

 

Lt. ADAC: Bei Unfällen ist ein Schadensprotokoll der Polizei oder Schuldanerkenntnis des Verursaches notwendig, da sonst die marokkanische Versicherung nicht zahlt.

 

Wir selbst haben nie eine Autobahn benutzt. Laut ADAC sind Autobahnen gebührenpflichtig – auch für Motorräder. Beim Auffahren muß man an der Mautstelle angeben, wie weit man fahren will und entsprechend viel bezahlen. Dies konnten wir großen, gestaffelten Preistafeln an der Autobahnauffahrt entnehmen.

 

Anzahl Strafmandate/Bullenkontrollen

 

Wir sind in unseren sechs Wochen in Marokko durch hunderte von Polizei-Checkpoints hindurch gewunken worden. Lediglich kurz vor und in der West-Sahara wurden wir vereinzelt, aber stets sehr zuvorkommend und freundlich kontrolliert.

 

Radarkontrollen sind selten. Lediglich in großen Städten haben wir dreimal welche gesehen. Überholverbote, durchgezogene Linien und dergleichen scheinen die Polizei nicht zu interessieren.

 

 

 

 

Landkarten / Reiseführer

 

Wir waren mit einer Marokko-Landkarte von Reise-Know-How unterwegs: wasserfest und leidensfähig und somit perfekt für Krad-Reisende. Hinsichtlich der Markierungen ist diese Karte kaum zu übertreffen: landschaftlich reizvolle Strecken, Campingplätze, Tankstellen (in dünn besiedelten Regionen), Oasen, Kasbahs, Aussichtspunkte und noch einiges mehr.

Die Aktualität war okay.

 

 

 

GPS

 

OSM-Karte:

http://garmin.openstreetmap.nl/

 

Die POI-Datenbank ist okay. Tankstellen- und Campingplatzabdeckung ist nicht vollständig, aber umfangreich. Hinsichtlich den Sehenswürdigkeiten und öffentlicher Einrichtungen ist sie eher dünn.

 

Die Kategorisierung der Straßen ist vor allem im niederen Bereich teilweise nicht geeigent, auf den Straßenzustand zu schließen. Da finden sich manchmal passable Aspaltstraßen und miese Pisten in der gleichen Kategorie – ein Problem, das auch die Papierkarte von Reise-Know-How hat und vermutlich im Basis-Datenmaterial begründet liegt, das aus einer dritter Quelle stammen dürfte.

 

 

 

 

(Wild) Campen

 

Campingplätze sind weit verbreitet. Die top Plätze haben europäisches Niveau. Einige sind nur ein Schotter- oder Erdplatz, der von einer hohen Mauer umgeben ist. Rasen im Zeltbereich ist eher selten. Ohnehin sind aber Zelter die große Ausnahme. Die normalen Gäste von Campingplätzen in Marokko sind Wohnmobil- oder Campingbusfahrer und Allrader. Entsprechend ist die Infrastruktur der Plätze ausgerichtet.

Europäische Klos und heiße Duschen gibt es auf fast allen, wobei deren Zustand variiert. Richtige schlimme sanitäre Einrichtungen haben wir kein einziges mal erwischt.

Manchmal sind 220Volt-Anschlüsse im Preis fürs Zelten enthalten. Generell war es meistens kein Problem, irgendwo eine frei zugängliche Steckdose zu finden.

 

Die Kosten lagen zwichen 50 und 100 MAD,= 4,50 EUR bis 9 EUR. Meistens waren zwischen 70 und 90 fällig.

 

 

 

 

Sicherheit:

 

Allgemein kam uns Marokko sicher vor. Speziell abseits der großen Städte und touristischen Hochburgen machten viele Menschen einen rechtsschaffenden Eindruck auf uns.

 

In Grenznähe zu Algerien und Mauretanien sollte man die Sicherheitshinweise des auswärtigen Amtes beachten bzw. man sollte sie sich zumindest mal durchlesen.

Nachfolgend drei Zitate von der Seite des AA:

- Im Rif-Gebirge wird Cannabis angebaut. In Einzelfällen kann es zu Belästigungen von Reisenden durch Rauschgifthändler kommen.

- Die Einfuhr von Flugdrohnen aller Art ist verboten.

- Von Fahrten in und durch das völkerrechtlich umstrittene Gebiet der Westsahara wird dringend abgeraten.

 

Letzteren Hinweis haben wir nach gründlicher Recherche ignoriert. Wir haben Westsahara subjektiv als sicher erlebt. Die Transitroute und der Küstenbereich sind dabei unter Umständen anders zu bewerten als die grenznahen Wüstenbereiche im Landesinnern.

 

 

 

 

WIFI / Mobilfunk

 

WIFI ist weit verbreitet. In Hotels und auf Campingplätzen ist es nahezu Standard. Viele etwas bessere bzw. touristischere Cafes haben ebenfalls WLAN.

Die Qualität ist allerdings in der Regel nicht berauschend. Vor allem auf Campingplätzen variiert sie meist zwischen schlecht und extrem schlecht. Für Facebook und Emails Abfragen reicht es mit etwas Geduld meisten, aber auch nicht immer. Für datenintensivere Nutzung ist die Leistung meistens unzureichend.

Passwörter sind in der Regel ein Witz (0123456789 oder etwas in der Richtung) und lassen damit auf die Sicherheit der drahtlosen Netze schließen. Nicht nur deshalb ist bei sensiblen Anwendungen wie Internetbanking besondere Vorsicht geboten (speziell geschützte Software/Methoden wie VPN etc.), was ich ohnehin eigentlich immer bei öffentlichen WIFI-Netzen empfehlen würde.

 

In der ersten Stadt habe ich mir für 2€ eine SIM-Karte von Orange geholt und sie mit 5GB für knapp 5€ aufgeladen. Gilt einen Monat lang. 2GB kosten 2€.

Die Netzabdeckung war gut, wenn auch nicht allumfassend, aber das hätte ich bei einem in weiten Gebieten so dünn besiedelten Land auch nicht erwartet.

Zweimal waren wir auf einsamen Campingplätzen, auf denen ich keinen Empfang hatte, andere aber munter telefonierten. Ich vermute, die hatten Maroc Telecom. Aber das ist nur Spekulation.

 

 

 

 

Ersatzteile/Motorrad-Werkstätten

 

Da nur wenige, reiche Marokkaner große Motorräder fahren, sind Motorradwerkstätten, die diese reparieren können bzw. die entsprechende Ersatzteile haben rar. In großen Städten war ich bei zwei, drei Vertragshändlern bekannten Marken, die keinerlei Ersatzteile hatten. Verkauf und Reparatur/Wartung sind in vielen Ländern nicht automatisch in gleicher Hand so wie wir das aus Deutschland gewohnt sind. Vielleicht ist das hier auch so?

 

 

 

 

Motorrad-Szene

 

Große Motorräder können sich nur reiche Leute leisten. Wir hatten nur zweimal spontanen Kontakt mit Fahrern von Krädern in unserer Hubraumklasse.

Zu Treffen oder Clubs konnte ich online trotz intensiver Suche nichts Brauchbares finden.

 

 

 

 

Tanken/Benzin

 

Ca. 1 EUR/Liter, in der West-Sahara 0,70 EUR / Liter.

Die Tankstellendichte ist ausreichend. Lediglich in entlegenen Gegenden ist mit etwas Voraussicht bzw. Puffer zu planen.

 

 

 

 

Kosten

 

Doppelzimmer in ansprechenden Unterkünften gibt es abseits der touristischen Hochburgen schon für 10 bis 15 EUR, oft mit Frühstück, teilweise mit Halbpension. Für 20 bis 30 EUR findet sich nahezu überall etwas Nettes.

Sicheres Parken ist im internationalen Vergleich sehr selten, speziell bei preiswerteren Unterkünften.

 

Kosten Campingplätze siehe oben.

 

Gemüse und Brot sind sehr preiswert (Baguette oder Fladenbrot ungefähr 0,20 EUR). Wer Importware wie Käse oder Wurst in den Supermärkten mit europäischem Sortiment (Carrefour und Marjanne) kauft, muß auch Importpreise zahlen.

 

Alkohol

 

Alkohol gibt es nur in der Spezielabteilung („die Höhle“) von Carrefour Supermärkten und in speziellen Alkohol-Fachgeschäften. Beides findet sich nur in großen Städten. Campingplätze haben nur sehr selten eine Alkohollizens, preiswerte Unterkünfte manchmal, Restaurants in touristischen öfter.

Eine kleine Dose Bier im Carrefour gibt es ab 1 EUR (marokkanische Marke), Importbier deutlich teurer. Der Wein in der 1,5-Liter-Plastikflasche für 4 EUR im Carrefour hatte erstaunlich gute Qualität. Wer Wein in normalen Glasflaschen für drei bis vier Euro vorzieht, hat Auswahl aus 20 Sorten, teurere Tropfen gibt es natürlich auch.

Das Spirituosenangebot ist breit gefächert.

In Hotels/Restaurants kostet eine kleine Dose 30 bis 35 MAD = um die drei Euro.

 

 

 

 

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