Canyon-Land (Utah/Arizona) - Oktober 2010
Teil 4: Bryce Canyon, Zion National Park
Kurz vorm Bryce Canyon finden wir in Tropic einen günstigen Campingplatz. Als wir am späten Nachmittag dort ankommen, wirkt das Kaff mit all seinen Motels verschlafen und schlecht besucht. Uns ist das recht.
Am frühen Abend ändert sich jedoch das Bild: Ein Reisebus nach dem anderen speit Massen von französichen Touris aus, die all die Motels und auch die Blockhütten auf unserem Zeltplatz füllen.
Und wie Schafe lassen sie sich zum Campingplatz eigenen „Saloon“-Restaurant (25 Meter von unserem Zelt entfernt) treiben, wo eine Combo Country-Mucke spielt und ein Cowboy-Türsteher höchst peinlich mit Platzpatronen rumballert.
Aber es gibt auch noch die echten Cowboys hier: wir haben heute mehrfach gesehen, wie sie zu Pferd (!) ihre Arbeit verrichteten. Ein Bild, als wären sie gerade von der Kino-Leinwand in unsere Realität geritten.

Wir finden ungewollt heraus, was sie den ganzen Tag gemacht haben:
nämlich die Frühjahrskälber zusammengetrieben und sie wenige Meter von unserem Zelt eingefercht.
Die Kälbchen muhen sich vor Sehnsucht zur Mama herzzerreißend die Seele aus dem Leib. Sie muhen im Chor. Sieh muhen laut. Sie muhen unermüdlich. Sie muhen ohne Unterlaß die ganze Nacht hindurch! Hölle!
Bryce Canyon
Nächster Morgen: Daß ich neulich noch geschrieben habe, hier sei ein Tag wie der andere, nämlich sonnig, hat wohl das schlechte Wetter herausgefordert, das wir heute erleben.
Auch wenn der Himmel schwarz ist und es rund um uns herum donnert, machen wir uns mit den französischen Horden auf den Weg zum Bryce Canyon.
Diese märchenhaft anmutende Welt aus sogenannten „Hoodoos“ nimmt uns sofort in ihren Bann!
„Wunderschön“ ist das einzig passende Wort, was uns einfällt.
Wir wandern stundenlang umher und sind noch nicht einmal enttäsucht, daß wir am frühen Nachmittag wetterbedingt den Rückzug antreten müssen. Was wir bis dato gesehen haben, war den Ausflug wert: ein echtes Highlight in dem an Attraktionen wahrlich nicht armen Canyon Land!
Zion National Park - zweiter Anlauf

An dem langen Wochenende neulich sind wir ja menschenmassen- bedingt nur durch den Zion NP hindurchgefahren.
Nun wollen wir in mit mehr Ruhe erkunden.
Wir unternehmen eine der besten Wanderungen unserer Reise:

Nachdem wir gefühlt mehrere Stunden steil bergauf gewandert sind, führt der Trail für einige 100 Meter eng entlang der Felswand.
Der Sims auf dem wir gehen, ist teilweise ziemlich schmal.
Das hier ist defenitiv nichts für (Höhen-)Ängstliche.
Am Ende des Trails wartet jedoch noch das Beste auf uns: der Hidden Canyon.
Eigentlich nichts Spektakuläres: aber uns macht es super viel Spaß, im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein durch diese schmale Schlucht zu klettern. So macht Wandern richtig Spaß!
hier geht unsere Geschichte weiter: Süd Californien