Brasilien Teil 2 – September 2011

Wir hatten uns ja schon die argentinische Seite der Iguazu-Wasserfälle angeschaut. Heute ist die brasilianische dran.

Mit 17 EUR pro Person ist der Eintritt auch hier verdammt happig.

Was wir dann aber zu sehen bekommen, ist jeden einzelnen Cent wert!

Daß man auf der brasilianischen Seite mehr Abstand zu den Fällen hat, als auf der argentinischen ist von Vorteil. Dadurch hat man ein größeres Bild und die donnernden Wassermassen wirken noch eindrucksvoller.

Auf dieser Seite wird einem erst richtig die Breite der Iguazu-Fälle klar. Man sieht schätzungsweise sechs mal so viel wie auf der argentinischen Seite.

Aber auch in Sachen nah-dran braucht Brasilien nicht den Vergleich zu scheuen. Am „Gargante del Diablo“, kann man auf einem Steg bis weit in die tosenden Wassermassen hinein gehen. Beeindruckend! Die Stelle auf dem ersten Foto ist noch vergleichsweise locker, auch wenn selbst dies nichts für nervenschwache Menschen ist. Wer zu morbiden Gedanken neigt, sollte hier nicht dem Lauf des Wassers mit seinen Gedanken folgen.

Wer mutig ist und vor allem kein Problem damit hat, pitsche-patsche-naß zu werden, der geht den Steg bis zum Ende. Auf dem nächsten Foto ist er rechts im Bild zu sehen. Was man aufgrund der heftigen Gischt nicht gut erkennen kann: die Plattform steht an einer Stelle, wo das Wasser aus fast allen Richtungen (270 Grad) in einen Schlund stürzt: den Gargante del Diablo!

Ich gehe zügigen Schrittes bis auf die Plattform, versuche einen Blick in dieses Inferno zu werfen, was angesichts der massiven Gischt schier unmöglich ist und eile dann ziemlich flott zurück. Das Ganze dauert ca. 15 Sekunden und ich bin danach triefend naß. Selbst an der Zunfthose ist kein trockener Faden. Memmen und High-Budget-Touristen kaufen sich natürlich einfach für 3 EUR einen Einweg-Regenmantel:-) Aber die meisten Leute machen es so wie ich, so daß die Besucher nach diesem Spektakel großteils wie begossene Pudel aussehen.

Neben unseren Freunden, den Nasenbären bekommen wir diesmal auch noch Tukane und Affen zu sehen.

 

Alles in Allem hat uns die brasilianische Seite der Iguazu-Wasserfälle VIEL besser gefallen als die argentinische! Wer sich aus Kosten- oder Zeitgründen nur eine Seite antun will, der sollte die brasilianische wählen. Hier war zudem auch der Besucherandrang zwar nicht geringer, aber dennoch angenehmer.

Simons Votum: auch die argentinische Seite hat ihre besonderen Reize und ist den Besuch wert.

 

Ganz in der Nähe lockt noch der Itaipu-Stausee, ein Gemeinschaftsprojekt Brasiliens und Paraguays. Bis die Chinesen vor einigen Jahren ihre Superlativ-Offensive starteten und ihm mit dem Three Gorges Damm den Rang abliefen, war dies die Nummer eins der Welt in Sachen Strom-Produktion.

Hier ein paar beeindruckende Fakten:

  • die Staumauer ist an der höchsten Stelle 65 Stockwerke hoch

  • der Stausee ist rund 2,5 mal so groß wie der Bodensee

  • der hier gewonnen Strom deckt 90 % des paraguay`schen Strombedarfs und 20 % des brasilianischen, was verdammt viel ist, wenn man die Größe dieses Landes und seinen Energie-Hunger bedenkt

In Paraguay werden übrigens 100 % des Strombedarfes durch Wasserkraft gewonnen. In Brasilien sind es immerhin noch 75%. Zum Vergleich: das europäische Musterbeispiel ist die Schweiz, die gerade mal auf 60 % kommt.

 

So beeindruckend die Zahlen, so unspektakulär fanden wir den Staudamm ansich. Uns hat das Bauwerk auf der geführten Tour nicht allzusehr beeindruckt und wir haben es im Nachhinein bereut, knapp 9 EUR pro Person dafür ausgegeben zu haben.



Crash!

Unsere Fahrt quer durch Brasilien nach Curitiba zu unserem Freund Conny fängt schlecht an: schon wieder ein Plattfuß! Ich hasse Reifenwechseln!

 

Auch wenn die Fahrt auf der BR277 sündhaft viel Maut kostet, es gibt keine realistischen Alternativen zu dieser Straße der Kategorie 1 (nach deutschen Maßstäben eine Mischung aus Autobahn und Bundesstraße).

Langweilig ist die Landschaft obendrein. Mal abgesehen von den Bergen in der Provinz Santa Catarina besteht Süd-Brasilien ausschließlich aus umzäunten Feldern und Weideland. Da ist nebenbeibemerkt auch kein wild campen möglich.

 

Am nächsten Morgen, 100 km bevor wir Conny erreichen, erwischt uns dann das Pech mit einer Breitseite:

wir sind nach wie vor auf der übersichtlichen BR unterwegs, als uns ein Motorrad-Fahrer überholt, super knapp vor mir einschert (typisch südamerikanisch) und dann sofort in die Eisen geht, weil er ein Radar-Schild sieht. Ein unglaublich dämliches Fahrmanöver! Auch ich bremse. Wie´s der Teufel will: Simon schaut in diesem Moment gerade auf die Landkarte, sieht zu spät wieder hoch und knallt mir mit voller Reisegeschwindigkeit (90 bis 100 km) von hinten rein. Ich bekomme einen mächtigen Schupps nd meine Karre kommt heftig ins Schlingern. Ich habe alle Hände voll zu tun, mein Motorrad abzufangen, eine Kollision mit dem idiotischen Motorradfahrer vor mir zu vermeiden und nicht in den Graben zu krachen! Mir schlägt das Herz bis zum Hals als ich endlich mit zitternden Beinen mein Krad auf dem Seitenstreifen zum Stehen bringe. Ich befürchte das Schlimmste, als ich mich zu Simon umdrehe. Das Motorrad liegt auf der Seite. Simon steht allerdings schon wieder daneben. Sie ist aufgrund der Geschwindigkeit ziemlich weit mit dem Krad über die Straße geschlittert und glücklicherweise auf dem Standstreifen liegen geblieben.

Sofort halten Autofahrer an und helfen.

Ich rechne mit ernsthaften Verletzungen und vor allem schlimmen Schäden am Krad.

Ist das das Ende unserer Reise?

Simons Schutzengel hat an diesem Tag jedoch erstklassige Arbeit geleistet.

Ich kann es kaum glauben: Ihr Helm und ihre Schutzkleidung haben das Schlimmste verhindert.

Die Motorradhose ist an einigen Stellen zerfetzt.

Die Motorrad-Jacke hat am Ellenbogen ein handtellergroßes Loch und auch die beiden Jacken darunter sind durchgeschliffen!

Die Abschürfungen halten sich bei Simon in Grenzen und von den Prellungen und der Gehirnerschütterung merkt sie in diesem Moment noch nichts.

Das kenn ich aus eigener leidvoller Erfahrung.

Die Schäden am Motorrad sehen auf den ersten Blick dramatisch aus, entpuppen sich jedoch als ausnahmslos nicht vital.

 

 

 

Der Koffer ist massiv abgeschliffen.

 

 

Daß er sich nicht verbogen hat und aus der Halterung gerissen ist, kann ich gar nicht fassen.

 

 

Im Nachhinein fragen wir uns, ob Elois Stinktier-Aufkleber als Glücksbringer gewirkt hat.

 

Auch der Bremssattel und die Gabel haben was abbekommen. Auf dem Foto kann man schön erkennen, wie viel vom Tauchrohr weg ist. Ein Wunder, daß die Gabel und die Bremse nach Augenschein funktional noch in Ordnung sind.

Neben den schon erwähnten Sachen verzeichnet die Schadensbilanz: ein beschädigter Hinterreifen bei mir, ein ramponierter Vorderreifen bei Simon, einige Dellen an beiden Motorrädern, und an Simons Esel noch ein gesprungener Spiegel, ein ausgerissenes Schutzblech, ein wieder mal gebrochenes Handbremszylinder-Gehäuse und viele Schrammen. Aber wie gesagt: nichts davon ist vital. Wir können erstmal weiterfahren.

 

Viele hilfsbereichte Menschen haben gehalten und wollen helfen. Mittlerweile sind auch der Pannendienst und der Rettungswagen eingetroffen und können gar nicht glauben, daß wir ihre Dienste nicht in Anspruch nehmen wollen.

 

Die ganzen praktischen Probleme, die nun anstehen, sind erstmal noch nicht wichtig. Ich fahre mit einem Gefühl grenzenloser Erleichterung weiter: die Reise ist nicht zu Ende und was noch wichtiger ist: meinem Mädchen ist nix passiert! Yeah!

 

Die letzten 100 km bis zu Conny sind dann noch harte Kost und es dauert mehrere Stunden um durch die Peripherie der Großstadt Curitiba durchzukommen. Ich bin froh zu sehen, daß Simon sich tapfer schlägt und fährt wie eh und je. Nach so nem Unfall soll manch einer zum zögerlich-ängstlichen Fahrer geworden sein.

 

Als wir bei Conny auf den Hof fahren, sind wir erstmal erleichtert, es bis hier hin geschafft zu haben.

Auf den Schreck trinken wir den Abend mehr als ein Bierchen und es wird spät, bis wir im Bett liegen.

 

Am nächsten Morgen die Ernüchterung im wahrsten Sinne des Wortes: Zigaretten und Alkohol waren für Simon dann doch nicht die rechte Medizin. Daß die Prellungen heute erst so richtig zur Geltung kommen, ist keine Überraschung: sie läuft wie eine alte Frau und ich bin ehrlich gesagt überrascht, daß sie überhaupt alleine aufstehen und rumlaufen kann. Da ging es mir nach Unfällen schon anders. Womit wir aber nicht gerechnet hatten, weil Simon diesbezüglich gestern beschwerdefrei war: sie hat wohl eine leichte Gehirnerschütterung davon getragen. Der Kopf brummt dolle und ihr ist schlecht. Da ist Ruhe und Schonung angesagt für die nächsten Tage, wofür wir keinen besseren Ort hätten wählen können als das Rund-um-Sorglos-“Hotel“ von Conny und seinen Mädels!

Hier erwarten uns auch zwei lang ersehnte Care-Pakete aus der Heimat.

 

Eins von meiner Familie mit Büchern und Motorrad-Teilen und eins von Jogi, meinem treuen Freund!

 

Neben vielen aufmunternden Worten in der Phase meines Reisekollers (siehe 40-Tage-harte Arbeit und was danach noch so kam) hat er auch noch ein spitzenmäßiges Sortiment an Reparatur- und Ersatzteilen für unsere Campingausrüstung zusammengestellt und sich für uns mit Hilleberg, dem Hersteller unseres Zeltes, erfolgreich rumgestritten.



Die neue Kopflampe ist geil. Der weiße-Plastik-Aufsatz, der nach einhelliger Meinung aller Anwesenden wie ein Dildo aussieht, verwirrt mich allerdings. Und warum erwähnt Jogi, extra, daß das Ding wasserdicht und damit vielfältig einsetzbar ist?

 

 

Während Simon in den nächsten Tagen viel Zeit im Bett und mit dem Dutzend Hunden verbringt, kümmere ich mich um die Instandsetzung der Motorräder.

 

Zum Glück kennt Conny den Präsi des lokalen Motorrad-Clubs, der seine Beziehungen spielen läßt und uns eine VIP-Behandlung bei seinem Schrauber in Curitiba organisiert.

 

Das Handbremszylinder-Gehäuse hatten wir ja schon mal in Ecuador schweißen lassen. Nochmal funktioniert das nicht. Ein neues würde zu unserer Überraschung nur 300 EUR kosten, also genausoviel wie in Deutschland. Bei den ansonsten exorbitanten Ersatzteilpreisen in diesem Land, eine Überraschung. Nichtsdestotrotz kein Betrag, den wir locker machen wollen. Außerdem wären 2 Wochen Lieferzeit auch nicht gerade in unserem Sinne. In der Zeit würde ich bei Connys hervorragender Küche und dem vielen Bier, das wir zusammen vernichten, locker 10 kg zunehmen.

 

Aber der Schrauber ist auf zack und gibt sich richtig Mühe für uns. Er fährt den ganzen Morgen in der Stadt rum, bis er endlich ein fast baugleiches Handbremszylinder-Gehäuse einer XT600 gefunden hat, das an die Transe paßt und dessen Pumpe genug Druck aufbaut.

Ich laß ihn dann direkt noch Dichtungen an einem leckenden Rohr unseres Kühlsystems wechseln. Wo es vorher morgendlich ein bißchen getropft hatte, waren seit dem gratis Kühlflüssigkeits-Wechsel bei Eloi nun jeden Morgen regelrechte Pfützen grüner Flüssigkeit. Vielleicht ist die neue Kühlflüssigkeit dünnflüssiger, so daß sie leichter austritt, wenn sich die Dichtungen bei nächtlichen Temperaturen zusammenziehen? Was auch immer die Ursache ist, ich bin heilfroh, diese Arbeit bei einem Fachmann in Auftrag gegeben zu haben. Es ist ein elende Frimelei, an diese Stelle ranzukommen. Der gute Mann tut mir richtig leid, als ich sehe, wie verzwickt es ist. Mehrere Anläufe sind nötig, inklusive dem Anfertigen von Spezialwerkzeug.

Am nächsten Tag fahr ich dann nochmal mit meinem eigenen Motorrad hin, um auch an dem diese vertrackten Dichtungen wechseln zu lassen. Der Mechaniker bleibt überraschend gelassen, als ich ihm offenbare, daß er diese nervenaufreibende Arbeit heute nochmal machen muß.

Daß wir als Fremde einfach auf Platz eins der Warte-Liste gesetzt wurden, sich andere Kunden einen Tag gedulden mußten und er uns einen kompletten Arbeitstag zu einem mehr als fairen Preis abrechnet, ist keine Selbstverständlichkeit! Dies und auch die Hilfe all der anderen Menschen, die einem in so einem Moment zuteil wird, macht die mit-schönsten Momente des Reisens aus. Was im ersten Moment wie fettes Pech aussieht, endet oft in den tollsten und bewegensten Begegnungen!

Unter anderem geht unser Dank auch an die Cousine von Connys Frau, die zig Kleidungsstücke unserer mittlerweile arg ramponierten Garderobe erstklassig und zudem zu einem lächerlich niedrigen Preis geflickt hat!

 

 

Eigentlich wollten wir uns noch Rio de Janairo anschauen. Schweren Herzens haben wir diese Idee begraben, als wir sahen, was Unterkünfte uns in dieser Stadt kosten würden.

Unsere Fahrt nach Süden Richtung Uruguay läuft dann leider auch nicht so, wie erhofft: wir haben mieses Wetter, so daß wir das landschaftliche Highlight Südbrasilien notgedrungen streichen. Dirt Tracks in den Bergen Santa Catarinas sind bei dem Wetter nach Aussage einheimischer Motorrad-Fahrer kein Vergnügen. Auch die Ihla De Santa Catarine / Floranoplis fallen dem schlechten Wetter zum Opfer.

 

Resüme Brasilien


Die Iguazu-Wasserfälle sind eine der Top-Atrraktionen Südamerikas und einige Tage Umweg dafür zu fahren lohnt sich! Landschaftlich kann die Anfahrt durch Paraguay bzw. Nord-Ost-Argentinien nichts.

Wir haben zwar nur Süd-Brasilien bereist, das immerhin noch viel größer als die Bundesrepublik ist. Landschaftlich war das das Langweiligste, was wir auf der Reise erlebt haben. Nichts als umzäuntes Agrarland. In den Bergen der Provinz Santa Catarina soll es noch ein paar tolle Strecken geben, die wir wetterbedingt nicht gefahren haben.

Auf der Negativ-Seite schlagen auch die für südamerikanische Verhältnisse sehr hohen Kosten zu Buche: sehr hohe Benzinpreise, teilweise fette Mautgebühren, in vielen Regionen keine Möglichkeit zum wild oder regulär zelten und auch die Lebensmittelpreise sind etwas höher als in den Nachbarstaaten.

Trotz all diesen Nachteilen war Brasilien für uns eins der schönsten Länder der Reise und das hatten einen einzigen Grund: die Menschen! In Sachen Freudlichkeit und Offentheit konnte bisher nur Argentinien da mithalten. Ganz speziell die Gastfreudschaft von Israel, Eloi (Gamba) und Conny waren der Hit!

Die Motorrad-Treffen, sind meiner Meinung nach die besten in ganz Südamerika und man sollte sie unbedingt mitnehmen, wenn man die Möglichkeit hat. Hier und über die Brasil-Riders, das nationale Motorrad-Reise-Forum, haben wir so viele Einladungen bekommen, daß wir Monate in dem Land hätten bleiben können. Wir bedauern sehr, daß wir nicht die Möglichkeit hatten, mehr von diesen Einladungen zu nutzen. Widrige Umstände haben dies leider verhindert!

 

Was uns gut gefallen hat, war der Daumen-hoch-Gruß, den man hier ständig und überall bekommt! Das macht gute Laune und schafft eine positive Stimmung. Auch das „Oi“, mit dem man sich hier begrüßt, hat uns gefallen. So grüßten sich ursprünglich auch die englischen Skin Heads, bevor diese Subkultur von hohlköpfigen Nazis unterwandert wurde, mit denen heutzutage viele Menschen die Skin Heads pauschal gleichsetzen. Das eine Oi hat mit dem anderen Oi allerdings nichts zu tun.

 

Das Brasilien, das wir bereist haben, hat übrigens in Sachen Exotik nichts mit dem Bild zu tun, das wir von dem Land vorab im Kopf hatten. Immer wieder kamen wir durch deutsche Kolonien, wo die Mehrzahl der Menschen deutsch sprach, Geschäfte so über-deutsche Namen wie „Fritz und Frida Fröhlich“ haben und die Leute allesammt sehr deutsch wirken. Selbst außerhalb der deutschen Gebiete sah fast niemand so aus, wie man es nach dem Anschauen diverse Fernseh-Dokus über die Tänzerinnen der Karnevals-Umzügen in Rio erwartet hätte.

 

Zum Abschluß noch eine kleine Anekdote, die uns so mehrmals in Brasilien passiert ist: Auch wenn hier zumindest ein paar Mädels selber Motorrad fahren, so ist doch die brasilianische Motorrad-Szene genauso wie die der Nachbarländer sehr männerdominiert.

Ständig wurden wir in Brasilien angesprochen und mehr als einmal kam irgendwann die Frage, wo denn der andere Deutsche sei. Welcher anderer Deutsche? Na der, der das zweite Motorrad fährt, war dann die Antwort. Daß Simon die Fahrerin sein könnte, schien ihnen vollkommen abwegig. Macho-Land... Der Fairness halber muß ich sagen: es hatte niemand ein Problem damit, daß Simon selber fährt und es hat auch nie jemand etwas negatives gesagt. Ganz im Gegenteil. Aber daß eine Frau eine Motorrad-Weltreise macht, liegt auf diesem Kontinent einfach bei vielen außerhalb des Vorstellungs-Horizontes.



 

hier geht unsere Geschichte weiter: Uruguay