GPS / Netbook

 

Braucht man ein Navi/GPS?

 

Die Antwort vieler, die mit Navi fahren lautet: NEIN!

Jahrlang bin auch ich glücklich ohne gefahren.

Aber es gibt einige Argumente, warum es trotzdem Sinn macht (wer Navi-Erfahrungen hat, kann diesen Abschnitt überspringen):

  • „points of interest“ – mit wenigen Klicks wird einem bspw. die nächste Tankstelle oder der nächste Campingplatz angezeigt und der Navi führt Dich hin.

  • in großen Städten ist es eine erhebliche Erleichterung, um eine konkrete Adresse zu finden

  • das Navi sagt einem genau, wo man ist -> dadurch findet man sich auch auf der Papier-Karte im Notfall wieder

  • man kann Tips von anderen Krad-Reisenden fürs wild campen etc. gezielt anfahren

Welches Navi?

 

Die Preisunterschiede sind erheblich!

DAS Unterscheidungs-Kriterium für uns war: gibt es für unsere Reise, resp. weltweit Kartenmaterial?

Bei diesem Argument schneidet Garmin klar am besten ab.

Garmin selbst hat eine hohe Abdeckung. Statt dessen bzw. für die doch immer noch erheblichen „weißen Flecken“ auf der Garmin-Weltkarte gibt es auch freie Karten, die Garmin-kompatibel sind.

Ein besonders ergiebiges Bespiel für eine Internetseite, auf der man freie Karten finden kann:

http://mapcenter2.cgpsmapper.com

 

Wir haben uns für das speziell für den Motorrad-Einsatz konzipierte Zumo 660 von Garmin entschieden. Preislich allerdings weit oberhalb der Konkurrenz. Ich empfehle die Bestellung im Internet. Da waren ERHEBLICHE Preisvorteile drin!

 

Zusammenspiel von Netbook und Navi:

 

Routenplanung mit vielen Zwischenpunkten ist am Navi selbst eine mühsame Sache.

Nicht nur dafür, sondern auch für manch andere Anwendung, empfiehlt es sich, die Karten auch auf dem PC oder in unserem Falle auf dem kleinen tragbaren Netbook zu haben.

Dort kann man bspw. bequem komplexe und übersichtliche Routenplanungen machen und sie sich auf´s Navi übertragen, oder aber sich die zuvor gefahrene und aufgezeichnete Strecke anschauen.

 

Netbook:

 

Hoch-technisisert ziehen wir in die Schlacht: wir haben ein Netbook dabei.

Das ist platt gesagt ein kleines Laptop.

Wenige Zentimeter dick und von der Fläche ungefähr Din A4.

Hat aber eine Tastatur, auf der man mit 10 Fingern schreiben kann.

 

Wir haben uns für das Asus EEE PC 1005HA-H entschieden.

 

Was kann man mit dem Netbook machen?

 

Grundsätzlich natürlich alles, was man mit einem PC machen kann.

Ich nenn hier nur mal einige wenige (Reise-)Anwendungen:

  • Zusammenspiel mit Navi (siehe oben)

  • Internetzugang (die meisten, wenn nicht gar alle können ins WLAN/WIFI) -> man muß nicht ein Internetcafe suchen und sich den hohen Sicherheitsrisiken dort aussetzen, sondern kann sich heutzutage an sehr vielen Orten (vor allem in Nordamerika) mit dem eigenen Netbook ins Netz

  • Neben Email-Kommunikation und Update der Homepage kann man bspw. über Skype gratis oder für sehr geringe Gebühren weltweit telefonieren

  • Bearbeitung und Organisation der (digitalen) Reisefotos und Sicherung der Fotos per webspace (kein teurer/unsicherer Postversandt von CDs oder ähnlichem oder gar von Negativen nötig)

 

Welches Netbook?

 

Für uns waren folgende Kriterien entscheidend:

  • sehr hohe Akku-Kapazität

  • große Festplatte

  • WLAN-fähig

  • matter Bildschirm (für outdoor-Betrieb ein MUSS)

 

Verpacken des Netbooks

 

 

Ich habe Noppenfolie zu einer passenden Hülle gemacht. Dreifach eingeschlagen kommt das Netbook dann noch in eine einfache, leicht gepolsterte Notebook-Tasche (die ist etwas größer als eine Netbook-Tasche).

 

Laden des Netbooks

 

 

Unser Netbook hat eine theoretische Kapazität von 11,5 h. De fakto ist es allerdings deutlich weniger, wie bei jedem Netbook.

Wenn ich es nahezu komplett leer an die 12-Volt-Dose der Transalp anschließe, dauert es knapp 3h Stunden bis der Akku wieder ganz voll ist.

Dabei entlädt sich jedoch die Motorrad-Batterie zu 2/3!

 

Idealerweise sollte man daher das Netbook während der Fahrt laden.

Ich habe dafür eine Kofferdeckeltasche, in die das Netbook samt Tasche reinpaßt. Die 12-Volt-Steckdose sitzt direkt daneben am Kofferhalter, so daß theoretisch das Laden während der Fahrt möglich ist.

Ein Test steht noch aus.

Kritisch ist, in wie weit sich der Akku erwärmt dabei. Normalerweise sollte man das Netbook natürlich beim Laden nicht in einer verschlossenen Tasche haben.

Außerdem muß ich dann auf meine Zusatzpolsterung in der Netbooktasche aus Plastik-Noppen-Folie verzichten.

oben rechts: das Netbook,                 oben links: eine leicht gepolsterte Notebook-Tasche; unten: Noppenfolie oben rechts: das Netbook, oben links: eine leicht gepolsterte Notebook-Tasche; unten: Noppenfolie
Touratech-Koffer-Tasche, in die das Netbook (verpackt in Noppenfolie und Notebook-Tasche) paßt Touratech-Koffer-Tasche, in die das Netbook (verpackt in Noppenfolie und Notebook-Tasche) paßt
Noch immer von hinten aufgenommen. Rechts von der Tasche ist die Bordsteckdose zu sehen. Noch immer von hinten aufgenommen. Rechts von der Tasche ist die Bordsteckdose zu sehen.

Stand: April 2010