Die Krad-Vagabunden sind:

Panny und Simon

Seit 2008 fährt auch Simon Ihr eigenes Krad und damit macht das Motorradfahren, das für Panny schon immer seine größte Leidenschaft war, noch viel mehr Spaß.

Wir haben seitdem viele viele km gefahren. U.a. sind wir in Simons erstem Jahr direkt ans schwarze Meer und durch den Balkan gefahren, getreu dem Motto: im tiefen Wasser lernt man schwimmen!

2009 haben wir´s dann beinahe um´s schwarze Meer geschafft. Das „beinahe“ ist eine Geschichte für sich, die man auch hier nachlesen kann.

Diese knapp 7 wöchige Motorradreise hat uns auf 16.000 km durch 19 Länder geführt hat und mehr als einmal hatten wir einen Hauch mehr Abenteuer als uns in dem Moment lieb war. Aber mit jeder gemeisterten Miesere wuchs unsere Zuversicht, auch mit größeren Problemen und Herausforderungen zurecht zu kommen.

Am Ende waren wir uns einig: für längere Zeit so zu reisen und zu leben würde uns beiden gut gefallen.

Damals war der Wunsch zwar schon da, aber es blieb bei Träumen in denen das Langzeitreisen von Lottogewinnen oder der Früh-Pensionierung abhing.

Vorzugsweise wurden solche Pläne mit einigen Bier intus geschmiedet und mit jedem weiteren Bier erschienen die Distanzen auf der riesigen Weltkarte, die an unsere Schlafzimmerwand hing, kleiner und die Träume wurden mutiger.

Aber es blieb bei den Träumen.

Erst als sich Pannys ehemals guter Job mit glänzender Zukunftsperspektive immer mehr zum Schlechten entwickelte und die Situation immer düsterer wurde, brachten wir den Mut auf, es wirklich zu wagen.

Die sieben Monate Vorlauf, die wir ab dem Zeitpunkt der Entscheidung bis zur Abfahrt hatten, vergingen wie im Fluge - nicht unbedingt vor Vorfreude, sondern eher weil sehr viel zu tun war:

Job, resp. eigenes Gewerbe, die Wohnung und vieles mehr wurde aufgeben. Was da nicht alles zu bedenken und zudem zeitlich aufeinander abzustimmen war!

Ausrüstung, Verschiffung der Motorräder, Impfungen, Einreise- und Einfuhr-Bestimmungen, Dokumente, Finanzierung/Liquidität, Langzeit-Auslands-Krankenversicherung, Pflicht-Kfz-Versicherung für Nordamerika abschließen, für Deutschland möglichst aussetzen, und vieles vieles mehr.

Von Reiseromantik war wenig zu spüren. Statt dessen ging es eher wie in einem unterbesetzten Projekbüro zu.

Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied zum beruflichen Projektalltag: das hier macht viel mehr Spaß!

Am anstrengensten an der Reisevorbereitung war das viele Bier, das beim Planen, Recherchieren und beim Schrauben in der kalten Garage getrunken werden mußte.

Das Leben eines Krad-Vagabunden ist zuweilen kein Zuckerschlecken -  das wurde uns schon bei der Vorbereitung der großen Reise klar.

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